Ich bin Victoria Linnea, und meine Leidenschaft sind Geschichten.

Zu meinen Stärken gehören Plot-Entwicklung und Erzähltechniken. Darüber hinaus geht es mir um das tiefere Verständnis für die Bedeutung von Repräsentation und die Verantwortung, die mit dem Erzählen von Geschichten verbunden ist. 

Meine Liebe zu Literatur begann in der Bibliothek – mit Stapeln von Büchern, die ich jede Woche mit nach Hause nehmen durfte. 

Ich fieberte mit den Helden mit (ja, damals waren sie noch alle männlich), verlangte nach neuem Lesestoff und merkte nicht, was mir fehlte. Denn wenn etwas nicht existiert, kann man es auch nicht vermissen.

Das änderte sich, als ich eines Tages ein Fantasy-Buch einer amerikanisch-chinesischen Autorin in die Hände bekam.

Es entführte mich in eine faszinierende Welt mit Drachen, Schlangen und Prinzessinnen – und gleichzeitig in eine Realität, die wie eine vertraute Umarmung war: Protagonist*innen, die Pomelos pellten und Mondkuchen aßen.

Von Literatur gleichermaßen überrascht wie gespiegelt zu werden, prägt bis heute meinen Blick auf Geschichten. Als Lektorin und Diversity-Beraterin möchte ich ebensolche Momente fördern.

Ich möchte Sie unterstützen, facettenreiche Geschichten zu schreiben, die Perspektiven von Menschen aus marginalisierten Gruppen einbeziehen und Lesende auf neue, zugleich vertraute Weise berühren.

2016 machte ich mich als freie Lektorin selbstständig und arbeite seither mit Selfpublisher*innen und Verlagen zusammen.

Mein Wunsch, noch näher an den Geschichten und ihrer Entstehung zu sein, führte mich von der Tätigkeit als Übersetzerin direkt in die Zusammenarbeit mit Autor*innen. 

2018 gründete ich die ehrenamtlich geführte Plattform sensitivity-reading.de, die Medienschaffenden eine Anlaufstelle für Sensitivity Reading bietet.

Denn Diversität betrifft nicht nur die Ethnie und das Geschlecht, sie schließt auch Behinderungen, Neurodivergenz, Körperformen, Alter, Religion und vieles mehr mit ein.

Seit 2023 teile ich mein Wissen auch als Gast-Dozentin im Studiengang „Kreatives Schreiben“ und biete eigene Schreibkurse sowie Workshops an.

Dabei liegt mein Fokus darauf, Diversität von Anfang an in den kreativen Prozess einzubringen – nicht erst, wenn das Manuskript schon fertig ist.

Denn wenn verschiedene Perspektiven von Beginn an mitgedacht werden, entstehen Geschichten, die von Grund auf divers sind.

Wenn ich nicht mit Autor*innen an deren Geschichten arbeite, schreibe ich an meinen eigenen Büchern.

Bisher habe ich Beiträge zum Thema Sensitivity Reading in Sachbüchern veröffentlicht, aber eigentlich bin ich in den Genres Fantasy und Science-Fiction (Near Future) und New Adult zu Hause. Und wenn ich immer noch nicht ausgelastet bin, mache ich Sport, singe oder spiele Klavier.

Die Zusammenarbeit mit Victoria war für mich genau das, was ich mir von einem Sensitivity Reading erhofft hatte, und noch so viel mehr!

Victoria hat sich viel Zeit genommen und eine Atmosphäre geschaffen, in der ein kreativer, konstruktiver und produktiver (Fach-)Austausch stattfinden konnte. Für alles, was entfernt oder verändert werden musste, zeigte sie Alternativen auf und ermöglichte dem Projekt so, sich zu der bestmöglichen Version zu entfalten. Ich habe in den paar Stunden, die ich mit ihr zusammengesessen habe, unfassbar viel mitgenommen und gelernt. 

Victoria ist eine absolute Bereicherung für jedes Projekt, an dem sie beteiligt ist, und ich kann sie als Sensitivity Readerin nur empfehlen!

Eleonore Laubenstein, Linguistin und Conlangerin